Nur 30 Menschen leben in der kleinen , nicht eingemeindeten Gemeinde Darwin in Kalifornien, die 1874 gegründet wurde.
Die Bewohner der abgelegenen Stadt sprachen kürzlich mit SFGATE über die Zukunft der Gemeinde und betonten, dass sie Unterstützung brauchen, um Darwin weiterhin ihr Zuhause nennen zu können. Sie wehren sich gegen die Tendenz im Internet, Darwin als Geisterstadt zu bezeichnen, und haben in der Stadt Schilder aufgestellt, auf denen steht: „Hier leben Menschen.“
„Wir brauchen Hilfe“, sagte Kathy Goss, eine Einwohnerin von Darwin, gegenüber SFGATE.
„Wir brauchen junge Leute, die hierherkommen und sich dazu verpflichten, hier zu leben. Und sich dazu verpflichten, auch mal die Ärmel hochzukrempeln.“

Diese körperliche Arbeit ist nötig, um Darwins Wasserversorgung zu verwalten, die derzeit von etwa fünf Freiwilligen im Wasserwerk übernommen wird.
Die monatliche Wassergebühr der Stadt in Höhe von 55 Dollar reicht für Instandhaltung und Reparaturen nur bedingt aus, und der Vorstand ist regelmäßig auf Spendenaktionen und Zuschüsse zurückgegriffen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Darwin war bis 2011 auf Einwahl-Internet angewiesen, doch jetzt ist die Gemeinde über Starlink vernetzt, was nach der Hoffnung einiger junge Remote-Arbeiter anziehen könnte.
Geschichte von Darwin
Obwohl Darwin oft als „lebende Geisterstadt“ oder „verlassen“ bezeichnet wird, nennen seit 1874 Generationen von Menschen Darwin ihr Zuhause. Tatsächlich ist ein Postamt, das 1875 eröffnet wurde, auch über 150 Jahre später noch in Betrieb.
Die Stadt ist nach dem Rancher, Bergmann und Entdecker Darwin French benannt, der 1860 eine Expedition ins Death Valley führte. Silber- und Bleiminen lockten Ende des 19. Jahrhunderts Einwohner an.
Das nahegelegene Death Valley wurde 1933 zum Nationalmonument erklärt. Als 1937 eine neue Abzweigung zum Park eröffnet wurde, umging sie Darwin und isolierte die Stadt damit praktisch.
Mehr über Darwin erfährst du auf der Website der Gemeinde, DarwinUpdate.com. Schau dir die Seite „Etiquette“ an, um zu erfahren, was du wissen musst, wenn du den Ort respektvoll besuchen möchtest.