Fast 1,6 Millionen Menschen erklimmen jedes Jahr den Hügel zum Griffith Observatory, was es zum meistbesuchten öffentlichen Observatorium der Welt macht.
Die meisten kommen einfach vorbei, machen ein Foto vom Hollywood-Schriftzug und gehen wieder, ohne sich näher mit der Geschichte des Gebäudes zu beschäftigen.
Diesen Sommer ermöglicht ein neues Führungsprogramm eines externen Anbieters den Einheimischen endlich, zu sehen, was sich tatsächlich in dem Gebäude befindet, das zwar jeder fotografiert, das aber fast niemand richtig erkundet.
13 August 2026 17:30 + mehr Daten
Die „Griffith Observatory Guided Tour + Planetarium Show“ ist ein Erlebnis in kleinen Gruppen, das unabhängig vom Observatorium selbst organisiert wird. Es wird von Guides geleitet, die früher dort gearbeitet haben, und findet täglich bis zum Ende des Sommers 2026 statt.
Es handelt sich um eine separate, unabhängig durchgeführte Tour, die nicht vom Observatorium selbst organisiert oder unterstützt wird, und sie verschafft dir keinen Zugang zu Bereichen, die das Observatorium nicht ohnehin schon für die Öffentlichkeit zugänglich macht.
Der Eintritt ins Griffith Observatory ist kostenlos, die eigenen Museumsführer betreuen jede Ausstellung kostenlos, und das Observatorium ist in keiner Weise daran beteiligt, wie diese spezielle Tour gebucht, geplant oder durchgeführt wird. Was du hier eigentlich bezahlst, ist eine kommentierte, strukturierte Version eines Besuchs, den du dir sonst kostenlos selbst zusammenstellen könntest.
Hier erfährst du, was dir der Guide unterwegs erzählt und warum sich ein Besuch lohnt.
Ein Gebäude mit mehr Quadratmeterfläche, als du vermuten würdest
Als das Griffith Observatory 1935 eröffnet wurde, war es mit 27.000 Quadratfuß vergleichsweise bescheiden.
Durch eine umfassende Renovierung hat sich die Grundfläche fast verdreifacht, und heute beherbergt das Gebäude rund 67.000 Quadratfuß Ausstellungsflächen, von denen der größte Teil unauffällig unterhalb der Erdoberfläche errichtet wurde, sodass die ursprüngliche Fassade aus den 1930er Jahren vom Rasen aus betrachtet unverändert wirkt.
Genau diese Details machen Insider-Führungen so besonders, denn die Guides wissen genau, welche Gänge zu den erweiterten Flügeln führen, von denen die meisten Gäste gar nicht wissen, dass es sie gibt.
Die unabhängig durchgeführte Führung erstreckt sich über 60 bis 90 Minuten und führt durch die wissenschaftlichen Ausstellungen, die Architektur und die Geschichte Hollywoods – unter der Leitung von Guides, die bereits Erfahrung in der Einrichtung gesammelt haben.
Da der allgemeine Eintritt frei ist und die eigenen Museumsführer des Observatoriums kostenlos in den Ausstellungsräumen bereitstehen, liegt der eigentliche Wert dieser Tour in einem strukturierten, kommentierten Rundgang mit einem engagierten Reiseleiter und nicht in einem Zugang, den man auf eigene Faust nicht bekommen könnte.

Die Tesla-Spule, die jeder fotografiert, aber niemand versteht
Wenn du die meisten Besucher fragst, wozu die riesige, knisternde Maschine in der Wilder Hall dient, wirst du nur ein Achselzucken ernten.
Die Tesla-Spule des Observatoriums lässt seit 1937 blitzartige Lichtbögen durch ihre Nische zischen – und das war noch nicht einmal der Anfang.
Es gehörte ursprünglich einem Arzt aus Massachusetts, der in seiner Praxis Hochspannungsstrom einsetzte, bevor er die Komponenten der Stadt spendete. Die Mitarbeiter führen mehrmals täglich Live-Vorführungen durch, und es ist nach wie vor eines der am häufigsten fotografierten Ausstellungsstücke im Gebäude.
Durch den Insider-Charakter der Tour wird aus einem coolen Fotomotiv eine echte Geschichte – und genau das macht den Reiz aus.
Ja, das ist das Observatorium aus „La La Land“
Wenn dir das Gebäude bekannt vorkommt, obwohl du es noch nie besucht hast, dann liegt das daran, dass Hollywood es seit Jahrzehnten als Kulisse nutzt.
„…Rebel Without a Cause“ war der erste Film, der hier gedreht wurde, und der erste, der ein Planetarium auf der Leinwand in seiner eigentlichen Funktion zeigte, und Damien Chazelle konzipierte die gesamte Planetarium-Tanzsequenz in „La La Land“ als direkte Hommage an dieses Erbe.
Auch das Observatorium macht mit und zeigt bei Jubiläumsveranstaltungen vor Ort den Film „Rebel Without a Cause“, zuletzt anlässlich seines 70-jährigen Jubiläums im Jahr 2025.

Was gibt es diesen Sommer sonst noch zu erleben?
Der August ist vollgepackt mit zusätzlichen Programmpunkten, die über die Tour hinausgehen – das macht ihn zum perfekten Zeitpunkt für einen Besuch:
- „La La Land“ im Griffith Observatory, 17. August: Erlebe den Oscar®-prämierten Film auf der großen Leinwand im Griffith Observatory, wo Sebastian (Ryan Gosling) und Mia (Emma Stone) tanzen, träumen und sich verlieben.
- Öffentliche „Star Party“, 22. August: Kostenloses Sternegucken durch Dutzende von Teleskopen, die auf der Wiese aufgestellt sind – sofern das Wetter mitspielt
- Night Gallery: The Stars of Summer, 31. August: Ein Abendprogramm im Samuel-Oschin-Planetarium, das wissenschaftliche Vorträge mit kosmischen Bildern verbindet; Tickets kosten zwischen 45 und 50 Dollar
- Tägliche Tesla-Spulen-Vorführungen und Planetariumsvorstellungen: Finden den ganzen Tag über nach wechselndem Zeitplan statt und sind im regulären Eintrittspreis enthalten
Das Beste aus einem Tag auf dem Hügel machen
Das Griffith Observatory liegt im Griffith Park, gerade weit genug vom Trubel Hollywoods entfernt, um sich wie eine echte Auszeit anzufühlen, ohne die Stadtgrenzen zu verlassen.
Kombiniere die Tour vorher mit einer kurzen Wanderung zum Aussichtspunkt auf das Hollywood-Zeichen und plane deinen Besuch so, dass die Führung genau zur „Golden Hour“ endet, wenn die ganze Stadt unterhalb der Terrasse zu leuchten beginnt.
Ein paar Tipps, damit der Tag wirklich rund läuft:
- Die Parkplätze sind schnell belegt, besonders am Wochenende. Komm also mindestens 30 Minuten vor Beginn deiner Führung an oder nutze stattdessen den kostenlosen DASH-Shuttle zum Observatorium von der Metrostation Vermont/Sunset aus.
- Der Blick von der Wiese ist kostenlos und ohne Eintritt, also plan lieber etwas mehr Zeit ein, um vor oder nach der Führung über das Gelände zu schlendern, auch wenn du nur für die Führung gebucht hast
- Nimm etwas zum Überziehen mit, denn auf dem Hügel weht es selbst im August, und auf der Terrasse wird es merklich kühler, sobald die Sonne untergeht
- Bleibt nach Sonnenuntergang noch ein bisschen da, wenn es euer Zeitplan zulässt, denn der Blick auf das Gebäude und die Skyline ist ganz anders, sobald die Lichter der Stadt angehen
Die Details
- Tour-Buchung: Buche hier die unabhängig durchgeführte „Griffith Observatory Guided Tour + Planetarium Show“. Diese Tour steht in keiner Verbindung zum Griffith Observatory, wird von diesem weder unterstützt noch koordiniert.
- Kostenloser allgemeiner Eintritt: Das Griffith Observatory selbst, einschließlich seiner Ausstellungen, Museumsführungen und Tesla-Spulen-Vorführungen, ist immer kostenlos und für die Öffentlichkeit zugänglich.
- Ort: Griffith Observatory, 2800 East Observatory Road, Los Angeles, CA 90027