Ein neues Verkehrspilotprojekt in Manhattan Beach überdenkt, wie der Nahverkehr entlang der Küste aussehen könnte. Das Programm namens „Wave Rider“ ersetzt herkömmliche Buslinien durch elektrische Shuttles auf Abruf, die kommen, sobald du sie über eine App bestellst.
Dieses neue Mikrotransit-System ähnelt eher einem Mitfahrdienst als dem öffentlichen Nahverkehr. Der Dienst wird derzeit im Rahmen eines sechsmonatigen Pilotprojekts getestet. Später werden die Stadtverantwortlichen anhand der Nutzungsdaten und der Leistung entscheiden, ob er dauerhaft eingeführt wird.
✨ So fährst du mit dem Wave Rider
Die Fahrt mit dem Wave Rider ist einfach und modern gestaltet. Du lädst die Circuit-App herunter, gibst dein Ziel innerhalb der Stadtgrenzen ein und forderst eine Abholung an.
Ein Elektro-Shuttle in der Nähe wird dann direkt zu dir geschickt und bringt dich entweder direkt an dein Ziel oder teilt sich die Fahrt mit anderen Fahrgästen, die in eine ähnliche Richtung fahren.
Es gibt keine festen Routen oder planmäßigen Haltestellen. Das System passt sich also in Echtzeit der Nachfrage an, anstatt einem vorgegebenen Fahrplan zu folgen.
💸 Pauschaltarife ohne Spitzenpreise
Die Preisstruktur ist bewusst einfach gehalten. Jede Fahrt kostet 5 $ pro Person, und Fahrgäste ab 55 Jahren zahlen ab Juli 2,50 $. Nutze den CodeFREE15 inder Circuit-App für 3 kostenlose Fahrten im Juni.
Außerdem gibt es bei diesem System keine Spitzenpreisregelung. So sind die Kosten unabhängig von der Tageszeit oder der Nachfrage immer vorhersehbar.
📍 Wo der Wave Rider verkehrt
Der Dienst wird ausschließlich innerhalb der Stadtgrenzen von Manhattan Beach angeboten, mit einer wichtigen Ausnahme: Fahrgäste können an der Douglas Station im nahegelegenen El Segundo in die Metro-Linie K umsteigen.
Innerhalb der Stadt bedient er Wohnviertel, Gewerbegebiete und Strandziele und konzentriert sich dabei speziell auf kurze Strecken, die zu lang zum Laufen, aber zu kurz für eine Autofahrt sind.
🚐 So sieht die Flotte aus
Die Wave-Rider-Flotte ist klein und vollständig elektrisch. Sie umfasst:
- kompakte Elektrofahrzeuge für den Stadtverkehr, die speziell für dicht besiedelte Gebiete entwickelt wurden
- herkömmliche Elektro-Limousinen, die größere Einzugsgebiete abdecken
- einem rollstuhlgerechten Van, um die Barrierefreiheit gemäß ADA zu gewährleisten
Je nach Routeneffizienz werden manche Fahrten mit anderen Fahrgästen geteilt, während andere direkt sind.
🧪 Warum die Stadt das testet
Das Programm wird aus lokalen Nahverkehrseinnahmen finanziert und gilt als kontrolliertes Experiment zur urbanen Mobilität. Während des sechsmonatigen Pilotprojekts wird die Stadt detaillierte Daten zur Fahrgastnachfrage, zu Fahrmustern und zur Systemeffizienz sammeln, um zu bewerten, ob dieses Modell ausgeweitet, angepasst oder eingestellt werden sollte.
Die Stadtverwaltung sieht das Projekt als Möglichkeit, herauszufinden, ob flexibler, app-basierter Nahverkehr kurze Autofahrten in einer Strandstadt reduzieren kann, in der das Auto nach wie vor das dominierende Verkehrsmittel ist.
🌊 Der größere Wandel dahinter
Der Wave Rider ist nicht als Ersatz für den herkömmlichen Nahverkehr gedacht, sondern eher als Ergänzung, die die Lücken zwischen Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und Autofahren schließt. Er zielt auf die kleinen Alltagsfahrten ab, für die man normalerweise das Auto nimmt, wie Besorgungen, Strandbesuche und Restaurantbesuche in der Umgebung.
Auch wenn sich das Pilotprojekt noch in einem frühen Stadium befindet, spiegelt es einen allgemeinen Trend wider : Kleinere Städte experimentieren zunehmend mit softwaregesteuerten Transportsystemen, bei denen Flexibilität Vorrang vor fester Infrastruktur hat.