Pioneertown ist ein kurioses Relikt der Hollywood -Westernfilme aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, weit draußen in der kalifornischen Wüste.
Die im Stil der 1880er Jahre gestaltete Gemeinde wurde als bewohnbare Filmkulisse für rund 200 Westernfilme und Fernsehserien entwickelt, beherbergt aber auch heute noch fast 600 Einwohner.
Hier ein genauerer Blick…
Die Ursprünge und Filme von Pioneertown
1946 gründete eine Gruppe von Hollywood-Investoren, darunter der Sänger und Schauspieler Roy Rogers, der „singende Cowboy“ Gene Autry und der Schauspieler Russell Hayden, Pioneertown.
Sie entwarfen die Gebäude an der Mane Street mit Fassaden im Stil der 1880er Jahre, in denen noch heute echte Geschäfte wie Eisdielen, Saloons und Motels untergebracht sind.

Ganze Produktionsteams lebten und arbeiteten vor Ort und drehten allein in den 1940er- und 1950er-Jahren über 50 Filme und Shows in Pioneertown. Acht Jahrzehnte später ist diese Zahl auf schätzungsweise 200 Produktionen gestiegen .
Zu den bekanntesten Produktionen aus dieser Zeit gehören „The Cisco Kid”, das zwischen 1950 und 1956 in 156 Folgen lief und mehrere Spielfilme umfasste , „The Gene Autry Show” mit dem Pioneertown-Investor Gene Autry selbst und „Annie Oakley”, eine beliebte Westernserie aus den 1950er Jahren mit Gail Davis in der Hauptrolle.
Besuch in Pioneertown
Auch heute noch können Besucher die alten Fassaden im Westernstil der Mane Street und die darin untergebrachten echten Geschäfte besichtigen, darunter die folgenden:
- Red Dog Saloon: Der Red Dog Saloon, eine der ursprünglichen Kneipen von Pioneertown, serviert heute Tex-Mex-Gerichte.
- Pioneer Bowl: Diese historische Bowlingbahn war einst ein beliebter Treffpunkt für Filmcrews.
- Pappy & Harriet’s Pioneertown Palace: Dieser beliebte Musikclub, der aus der ursprünglichen Tankstelle von Pioneertown umgebaut wurde, hat schon einige überraschend große Namen wie Robert Plant und CHVRCHES zu Gast gehabt.

Pioneertown hat in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt, mit Neuzugängen wie neuen Feuerstellen und einer Außenbar im rustikalen Pioneertown Hotel sowie dem renommierten Restaurant La Copine in der Nähe in Flamingo Heights. Eine wachsende Gemeinschaft von Künstlern und Unternehmern hat dazu beigetragen, der Gegend neues Leben einzuhauchen.
Auch wenn du auf der Mane Street vielleicht inszenierte Schießereien sehen kannst, ist Pioneertown eine echte Wohngegend und kein Themenpark. Die Erkundung ist kostenlos, und am Wochenende herrscht eine lebhaftere Atmosphäre – beachte einfach die Parkregeln und verhalte dich rücksichtsvoll gegenüber den Einwohnern.
Bei deiner nächsten Reise nach Joshua Tree lohnt sich ein Besuch wegen der einzigartigen Mischung aus Hollywood-Geschichte und Wüstencharme.