Die Oscars sind Hollywoods größtes Fest, und jedes Jahr geben sie allen etwas, worüber man reden kann, aber wir dürfen nicht immer miterleben, wie Geschichte geschrieben wird. Bei ihrer 98. Ausgabe war das jedoch der Fall: Autumn Durald Arkapaw nahm den Oscar für die beste Kamera mit nach Hause.
Die in Kalifornien geborene Autumn Durald Arkapaw ist die Kamerafrau hinter „Sinners“ und hat gerade als erste Frau (und erste Frau of Color) den Oscar für die beste Kamera gewonnen – und ist zudem die erste in der Filmgeschichte, die in IMAX gedreht hat .
Das anspruchsvolle IMAX-Format
Arkapaws Arbeit an „Sinners“ ist sowohl ein historischer Meilenstein als auch technisch bahnbrechend. Sie war die erste Kamerafrau, die einen Spielfilm mit großformatigem IMAX-Film (IMAX 15-Perf 65 mm) drehte und dieses Format mit Ultra Panavision 70 kombinierte, um einige der visuell beeindruckendsten Bilder des Jahres zu schaffen.
IMAX-Filme bieten ein außergewöhnlich großes Bild und eine hohe Detailgenauigkeit, was sie zu einer beliebten Wahl für Sequenzen macht, die sowohl Größe als auch Intimität erfordern. Das Drehen in diesem Format ist bekanntermaßen eine Herausforderung: Die Kameras sind groß und laut, und das Filmmaterial ist teuer und verzeiht keine Fehler, was von jeder Abteilung höchste Präzision verlangt.
Autumn Durald Arkapaws frühe Jahre
Durald Arkapaw stammt aus Oxnard, wuchs in der Bay Area auf und entwickelte schon früh eine Leidenschaft für Film und visuelles Geschichtenerzählen. Sie studierte Kunstgeschichte an der Loyola Marymount University und erwarb später einen MFA in Kameraarbeit am American Film Institute (AFI), wo sie ihren visuellen Stil und ihr technisches Handwerk verfeinerte.
Im Laufe der Jahre hat sie genreübergreifend gearbeitet, von Fernsehserien wie „Loki“ (für die sie eine Emmy-Nominierung erhielt) bis hin zu Blockbuster-Filmen wie „Black Panther: Wakanda Forever“ und „The Last Showgirl“, und sich einen Ruf für üppige, ausdrucksstarke Kameraarbeit erarbeitet .
Ihre Herkunft – mütterlicherseitsphilippinisch und väterlicherseits afroamerikanisch-kreolisch – prägte ihre Perspektive und trägt dazu bei, dass sie als Vorbild für angehende Filmemacher*innen aus unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen gilt.