Die ganze Situation rund umautonome Autos in Kalifornien war wirklich chaotisch. Aber ab dem 1. Juli wird alles viel klarer. Kalifornien macht offiziell Schluss mit dem Wildwuchs bei fahrerlosen Autos. Die staatlichen Aufsichtsbehörden haben gerade eine Reihe von Regeln verabschiedet, die Unternehmen für autonome Fahrzeuge ( AV) endlich für die Verkehrsregeln verantwortlich machen, die ihre Autos brechen.
Hier erfährst du genau, was sich diesen Sommer auf den Straßen Kaliforniens ändert.
Eine langjährige Gesetzeslücke wird geschlossen
Wie die NBC Bay Area Investigative Unit aufgedeckt hat, sahen die kalifornischen Verkehrsregeln vor, dass menschliche „Fahrer“ diejenigen waren, gegen die Strafzettel ausgestellt wurden. Da sich kein Mensch am Steuer befand, war die Polizei im Grunde nicht in der Lage, Standard-Strafzettel für leere Autos auszustellen.
Was die neuen Regeln beinhalten
Diesen Sommer erhalten die Strafverfolgungsbehörden eine neue Waffe: die „Mitteilung über die Nichteinhaltung“. Wie NBC berichtet, können Beamte diese direkt an Unternehmen wie Waymo ausstellen, wenn deren Fahrzeuge rote Ampeln überfahren, Fußgängern nicht Vorfahrt gewähren oder illegale Manöver ausführen
Auch wenn es sich nicht um einen herkömmlichen Bußgeldbescheid handelt, steht für die Unternehmen tatsächlich viel mehr auf dem Spiel. Laut KTVU warnte das DMV, dass wiederholte oder schwerwiegende Verstöße „schrittweise Durchsetzungsmaßnahmen“ auslösen können, die letztendlich dazu führen, dass der Staat die Betriebsgenehmigung eines Unternehmens aussetzt oder entzieht.
Die „strenge Uhr“ für AV-Unternehmen

Nach den neuen Richtlinien gelten für AV-Unternehmen strenge neue Fristen:
- Schnelle Meldung: Unternehmen haben 72 Stunden Zeit, um dem DMV Details zum Vorfall zu übermitteln – und nur 24 Stunden, wenn der Fall als „vorrangig zu prüfen“ gekennzeichnet ist.
- Die 30-Sekunden-Regel: Unternehmen müssen innerhalb von 30 Sekunden auf Anrufe von Ersthelfern reagieren.
- Der 2-Minuten-Drill: AV-Betreiber müssen lokalen Rettungskräften gestatten, ihre Fahrzeuge innerhalb von zwei Minuten nach Erhalt des Befehls aus aktiven Notfallzonen zu entfernen.