Seit der erste Leuchtturm, der Pharos von Alexandria in Ägypten, um 280 v. Chr. gebaut wurde, haben diese scheinbar einfachen Konstruktionen Seefahrern auf der ganzen Welt geholfen, unsere Ozeane zu navigieren. Sie waren Wegweiser für große Entdeckungen, Schlachten, Eroberungen und die Handelsrouten, die die Welt, wie wir sie heute kennen, geprägt haben. Leuchttürme sind für die Schifffahrt unverzichtbar , denn sie markieren die Einfahrten zu Häfen und warnen vor gefährlichen geografischen Gegebenheiten.
Der Point Pinos Lighthouse in Pacific Grove, Monterey County, in Zentralkalifornien, etwa fünf Stunden nördlich von L.A., ist der älteste kontinuierlich betriebene Leuchtturm an der Westküste und leuchtet auch heute noch, wieauf der Website der Lighthouse Friends zu lesen ist.
Er wurde am 1. Februar 1855 eingeweiht und damit noch vor der offiziellen Enthüllung der Freiheitsstatue am 28. Oktober 1886. Dieser Leuchtturm ist nicht nur deshalb historisch wertvoll, weil er einer der ersten ist, die gebaut wurden, sondern auch, weil er noch seine Originallinse bewahrt .
Abgesehen von dieser kuriosen Tatsache ist die Geschichte hinter Point Pinos ebenso bemerkenswert. Im Jahr 1852 gab das US-Finanzministerium sieben Leuchttürme entlang der kalifornischen Küste in Auftrag, darunter auch einen in Point Pinos, der die gefährliche südliche Einfahrt in die Monterey Bay markieren sollte. Der Bau begann im folgenden Jahr und wurde zwei Jahre später abgeschlossen.
Das Leuchtfeuer wurde zunächst mit einer Walöl-Laterne befeuert, die später durch Schmalzöl, 1880 durch Petroleum und schließlich 1919 durch elektrisches Licht ersetzt wurde. Im Laufe der Jahre kümmerten sich mehrere Wärter um das Licht, doch die berühmteste war Emily Fish, bekannt als „Socialite Keeper“, die von 1893 bis 1914 im Dienst war. Nach mehr als einem Jahrhundert manuellen Betriebs kam 1975 die Automatisierung, und seitdem leuchtet der Leuchtturm mit seinem charakteristischen 4-Sekunden-Takt weiter .
Heute können Besucher das Gelände von Point Pinos erkunden, den Panoramablick auf den Pazifik genießen und sich in einem kleinen Museum und auf Informationstafeln über die Geschichte des Leuchtturms informieren – ein perfekter Ort für Geschichtsinteressierte und Küstenforscher gleichermaßen.