Hier in Kalifornien stößt man nicht oft auf uralte Relikte aus vergangenen Zeiten, daher ist dieser geheimnisvolle Turm ein bezauberndes verstecktes Juwel hier unten in Laguna Beach.
Der Victoria Beach Pirate Tower ist eigentlich schon 100 Jahre alt, aber sein Design lässt ihn aussehen, als stamme er direkt aus einem abenteuerlichen Märchen aus einer anderen Zeit. Der Betonturm ragt 60 Fuß hoch aus einer felsigen Klippe empor und wird von einem charmanten Türmchen gekrönt.
Für die Fantasievolleren unter uns fühlt sich der Besuch des Pirate Tower an, als würde man in einen Fantasyfilm eintauchen, und für die eher praktisch orientierten bietet er eine dramatische Kulisse für Fotos mit tosenden Wellen und strahlenden Sonnenuntergängen.

Die Geschichte des Pirate Tower
Trotz seines geheimnisvollen Aussehens sind die Ursprünge des Pirate Tower gut dokumentiert. Im Jahr 1926 ließ der kalifornische Senator William E. Brown das Bauwerk als versteckte Treppe errichten, die seine Residenz auf der Klippe mit dem darunter liegenden Strand verband.
Inspiriert von Burgen, die er und seine Frau nach dem Ersten Weltkrieg in Frankreich besucht hatten, entwarf Brown den Turm im Märchenstil. Das Haus selbst, das „Norman House“ genannt wird, ist ein unverwechselbarer Rückzugsort an der Küste.
In den 1940er Jahren verkaufte Brown das Norman House – zusammen mit dem Turm – an den pensionierten Marineoffizier Harold Kendrick. Als begeisterter Piratenfan war Kendrick bekannt für seine Geschichten und seine Gewohnheit, Piratenkleidung zu tragen, was die Einheimischen dazu veranlasste, dem Bauwerk den Spitznamen „Pirate Tower“ zu geben.
Im Laufe der Zeit wechselte das Anwesen mehrmals den Besitzer und gehörte zuletzt der Schauspielerin Bette Midler. Heute befinden sich sowohl das Haus als auch der Pirate Tower weiterhin in Privatbesitz.

Ein Besuch am Pirate Tower
Der Pirate Tower steht am Victoria Beach in Laguna Beach, Kalifornien. Um ihn zu finden, nimmst du die öffentliche Strandtreppeam 2700 Victoria Drive, nahe dem Ende der Sunset Terrace, hinunter zum Sand. Von dort aus gehst du nach rechts, kletterst über Felsen und umrundest die Kurve, bis der Turm in Sicht kommt. Denk daran, dass er bei Flut nicht zugänglich ist.
Das Bauwerk selbst befindet sich in Privatbesitz und ist verschlossen; man kann zwar bis dorthin laufen, aber nicht hineingehen. Die Parkmöglichkeiten in diesem Wohngebiet sind begrenzt, und die meisten Besucher stellen ihre Autos letztendlich am Pacific Coast Highway ab, bevor sie zum Strand laufen.