Los Angeles ist eine autofreundliche Stadt, die um kurvige Straßen und endlose Autobahnen herum gebaut wurde . Diese halten zwar die Stadt am Laufen, zerschneiden aber auch natürliche Lebensräume und stören die lokale Tier- und Pflanzenwelt. Deshalb wurde Anfang der 2020er Jahre eine Lösung eingeführt, um einheimische Arten zu schützen : die Wallis Annenberg Wildlife Crossing.
Seit April 2026 befindet sich das Projekt endlich in der letzten Bauphase : Die Bauarbeiter schließen die wichtigsten baulichen Arbeiten ab und beginnen mit der letzten Etappe der Lebensraumgestaltung über der Agoura Road, nachdem bereits Erde aufgeschüttet und Tausende einheimischer Pflanzen gesetzt wurden.
Mit diesen Fortschritten ist das Projekt nun auf Kurs, bis Ende des Jahres fertiggestellt zu werden, wobei die Verantwortlichen eine neue offizielle Eröffnung für Dezember 2026 bestätigen .
Die Überführung überspannt den 101 Freeway (auf dem täglich mehr als 300.000 Fahrzeuge vorbeifahren) und ist 210 Fuß lang und 174 Fuß breit, was sie offiziell zur größten Wildtierüberführung der Welt macht .
Straßensperrungen wegen des Wildtierübergangs dauern bis Juli an

Da die Überführung nun in die letzte Bauphase eintritt, wird die Agoura Road bis zum 1. Juli 2026 weiterhin an Werktagen komplett gesperrt sein. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Rondell Street und dem Hydepark Drive, montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr.
Zwischen der Chesebro Road und der Liberty Canyon Road gibt es Umleitungen, und für Fußgänger und Radfahrer, die die Baustelle umfahren, verkehrt alle 30 Minuten ein kostenloser Shuttle-Service.
So kannst du die Wildtierbrücke vor ihrer Eröffnung besuchen

Die Wallis Annenberg Wildlife Crossing kann bereits im Rahmen kostenloser, von Führern geleiteter Touren erkundet werden . Diese geführten Besichtigungen bieten einen Blick hinter die Kulissen: Wie die Brücke gebaut wird, wie der heimische Lebensraum wiederhergestellt wird und wie sie die Tierwelt wieder miteinander verbinden wird .
Die Führungen dauern in der Regel etwa 50 Minuten und erfordern eine Reservierung, da die Plätze begrenzt und die Nachfrage groß ist. Der Zugang zur Konstruktion selbst ist zwar eingeschränkt, doch die Teilnehmer können das Gelände aus nächster Nähe betrachten und von den Führern direkt mehr über die technischen und ökologischen Aspekte des Wildtierübergangs erfahren.