Südkalifornien befindet sich mitten in einem großen Infrastrukturwandel – von der weltweit größten Wildtierbrücke, die gerade über den 101 Freeway entsteht, bis hin zu neuen Metro-U-Bahn-Erweiterungen und Schnellbuskorridoren. Jetzt wirftSanta Monica einen neuen Blick auf eines seiner verkehrsreichsten Infrastrukturprojekte – mit einem Vorschlag, der letztendlich Beton durch Grünflächen ersetzen könnte.
Der Stadtrat hat einstimmig einen Bundeszuschuss in Höhe von 2 Millionen Dollar angenommen, um zu untersuchen, ob über einem Abschnitt der Interstate 10 im Stadtteil Pico ein 25 bis 30 Acre großer Park angelegt werden könnte. Die Machbarkeitsstudie wird auch eine viel gewagtere Möglichkeit prüfen: diesen Abschnitt der Autobahn komplett abzutragen, berichtet die „Santa Monica Daily Press “.
Was würde das I-10-Parkprojekt beinhalten?

Der Zuschuss stammt aus dem „Reconnecting Communities Pilot Program“ des US-Verkehrsministeriums, das Projekte finanziert, die darauf abzielen,durch große Verkehrsinfrastrukturen getrennte Stadtteile wieder miteinander zu verbinden .
Anstatt den Bau zu genehmigen, werden mit den Mitteln die Kosten für eine mehrjährige Machbarkeitsstudie zum Abschnitt der I-10 zwischen der 11th Street und der 20th Street gedeckt . Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich über rund 30 Acre und soll prüfen, ob ein „Cap Park“ (ein über der Autobahn angelegter öffentlicher Park) technisch realisierbar ist und welche Alternativen in Frage kommen.
Die Analyse wird zudem andere Optionen vergleichen, darunter den vollständigen Abriss dieses Abschnitts der Autobahn. Die Berater sollen im Frühjahr 2027 mit der Arbeit beginnen, der Abschlussbericht soll bis Juli 2029 vorliegen.
Eine Vision, die es schon seit 1996 gibt

Obwohl der Bundeszuschuss einen wichtigen Meilenstein darstellt, ist das Konzept selbst keineswegs neu. Die Idee wurde erstmals 1996 vom damaligen Stadtrat Michael Feinstein vorgeschlagen . Damals wurde der Vorschlag wegen seiner enormen Kosten weithin als „verrückte“ Idee angesehen.
Das Konzept tauchte 2010 wieder auf, als die Stadt die Möglichkeit einer Überdeckung der Autobahn prüfte , doch die geschätzten Baukosten verhinderten, dass das Projekt vorankam. Die nun bewilligten Bundesmittel sind die erste größere Investition, die speziell dafür vorgesehen ist, die Machbarkeit des Projekts zu ermitteln.